Hauswirtschaftshelferin / Hauswirtschaftshelfer


Art und Dauer der Ausbildung
In diese Teilzeitform werden Sie als Schüler(in) aufgenommen, wenn Sie einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben.
Es handelt sich um eine Reha-Maßnahme, die von der Agentur für Arbeit gefördert wird.
Die Ausbildung erfolgt im dualen System, das heißt im Ausbildungsbetrieb und im Berufskolleg, und dauert in der Regel drei Jahre.
Die betriebliche Ausbildung findet in anerkannten Ausbildungsstätten statt. Hier werden Sie in kleinen Ausbildungsgruppen ausgebildet. Außerdem erhalten Sie Unterstützung durch Stützkurse und Förderkurse und eine sozialpädagogische Begleitung
Für weitere Informationen zur betrieblichen Ausbildung wenden Sie sich bitte an die Agentur für Arbeit oder besuchen Sie uns auf der nächsten Berufsorientierungsmesse in Ahaus. Diese findet zwischen den Sommer- und Herbstferien statt. Den genauen Termin entnehmen Sie bitte unserer Homepage www.bklm-ahaus.de.
Die Stundentafel der Berufsschule gliedert sich wie folgt:
Berufsbezogener Lernbereich:
Fachtheorie Hauswirtschaft
Wirtschafts- und Sozialkunde
Fachpraxis Nahrungszubereitung
Fachpraxis Hauspflege
Fachpraxis Wäschepflege
Berufsübergreifender Lernbereich:
Deutsch/Kommunikation, Religionslehre, Sport/ Gesundheitsförderung, Politik/Gesellschaftslehre
Fächer des Differenzierungsbereichs:
Mathematik

Lerninhalte
Im Berufsschulunterricht lernen Sie, wie man Kinder, Erwachsene oder
Senioren vollwertig ernährt, vieles über Lebensmittel, über Hygiene,
Unfallschutz und Umweltschutz, Arbeitsplanung und die richtige Wahl und
Bedienung der Arbeitsgeräte. Außerdem erfahren Sie Wichtiges über
Verträge aller Art, über den Umgang mit Geld und eine gute
Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen.
Die Ausbildung erfolgt also praxisnah und fördert Ihre Fähigkeiten im
Umgang mit Situationen im beruflichen so wie persönlichen Alltag.
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht das praktische Arbeiten: So zum Beispiel lernen Sie,
* wie Sie einfache Gerichte wie Suppen, Eintöpfe, Salate oder Aufläufe
unter Anleitung zubereiten, wie Sie Speisen portionieren, garnieren,
anrichten und servieren.
* welche Möglichkeiten es gibt, um verschiedene Lebensmittelgruppen und Speisereste zu lagern.
* welche Reinigungs- und Pflegemittel für verschiedene Tätigkeiten geeignet sind.
* wie Sie Textilien waschen, bügeln und mangeln, was zu beachten ist, wenn Sie eine Nähmaschine bedienen.
* wie Sie Schnittblumen pflegen, wie Sie Raum- und Tischschmuck herstellen.
* wie Sie bei der Planung und Gestaltung von Festen mitwirken.
Im Unterricht erhalten Sie Gelegenheiten, Produkte herzustellen und Kunden zu bedienen.
Versetzung und Prüfungen
Als Schülerin /Schüler der Fachklassen erhalten Sie ein Zeugnis, in dem
vermerkt ist, ob Sie die Leistungsanforderungen erfüllt haben. Sie
rücken ohne Versetzung in die nächste Klasse vor, sofern Sie nicht
wegen Verlängerung des Berufsausbildungsverhält-nisses eine Klasse
wiederholen.
Im zweiten Ausbildungsjahr erfolgt die Zwischenprüfung mit einem
theoretischen und einem praktischen Teil. Sie wird genau wie die
Abschlussprüfung von der Landwirtschaftskammer gestellt.
Die Abschlussprüfung umfasst ebenfalls einen theoretischen Teil und
einen praktischen Teil mit Prüfungsaufgaben, die nach Anleitung
selbstständig durchgeführt werden. Dabei werden die Leistungen des
praktischen Prüfungsteils doppelt gewichtet.
Der Berufsschulabschluss ist dem Haupschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertig.
Aufwendungen
Schulgeld wird nicht erhoben.
Mit folgenden Ausgaben muss gerechnet werden:
* Ausgaben für Schulbücher, ca.30,00 €
* Ausgaben für evtl. Besichtigungen
* Eigenanteil für den fachpraktischen Unter-richt
* Ausgaben für Unterrichtsmaterialien
Die Fahrtkosten für die Fahrt zur Schule und zurück müssen von den Auszubildenden selbst getragen werden.
Ausnahme: Fahrtkorsten zwischen 50,00 Euro und 100,00 Euro mtl. werden vom Schulträger übernommen.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Wer sich als Hauswirtschaftshelfer/-in bewährt hat und weiterkommen
möchte, kann sich nach der Ausbildung beispielsweise als
Hauswirtschafter/-in weiterbilden. Außerdem gibt es zahlreiche
Möglichkeiten, sich im Laufe des Berufslebens weiterzubilden wie über
Neuerungen bei hauswirtschaftlichen Geräten, über neue
Reinigungstechniken, aktuelle Zubereitungsarten von Speisen oder über
Hygienebestimmungen.
Tätigkeitsfelder
Hauswirtschaftshelfer/innen arbeiten immer unter Anleitung. Sie werden
hauptsächlich in Privathaushalten oder in Großküchen, in der
Gastronomie, in Stationsküchen, im Zimmer-service in der
Wäschereinigung sowie in der Gebäudereinigung eingesetzt.